Ausstellungen 2020

15. Februar 2020

Hier ein Blick auf das Ausstellungsprogramm 2020:

8. Februar 2019 bis 9. Februar 2021
Michael Müller „DEINE KUNST: (Das Schweigen der Bilder)“ Präsentation der Sammlung in acht Fassungen

Erste Fassung: DEINE KUNST: DIE KRISE DER STÄDTISCHEN GALERIE WOLFSBURG: Lösung oder Auflösung / DER LIQUIDATOR“ vom 8. Februar bis 7. April 2019.

Zweite Fassung: „The Art(ist) is Present / DER TOD DES AUTORS WIRD NICHT ZUGELASSEN“ vom 18. Mai bis 6. Oktober 2019.

Dritte Fassung: „The Conditions of Being Art (oder der Amateur)” vom 19. Oktober 2019 bis 5. April 2020.

Vierte Fassung: „Informel, das / Stil, der - Das Schweigen der Bilder als stupide Zumutung oder Die Sprachlosigkeit“ vom 26. Mai bis 29. November 2020. Die Eröffnung der nächsten und fünften Fassung ist für den Herbst 2020 geplant.

Die Städtische Galerie Wolfsburg pflegt einen aktiven Dialog mit Künstler_innen. Für die Neupräsentation der Sammlung wurde daher der in Berlin lebende Künstler Michael Müller eingeladen, sich mit der Sammlung auseinanderzusetzen und eine persönliche Auswahl aus dem Bestand zu treffen. Im Westflügel von Schloss Wolfsburg konzipierte er eine spannungsreiche Installation, die den Erwartungshaltungen entgegenläuft. Seh- und Denkgewohnheiten werden herausgefordert. Über einen Zeitraum von zwei Jahren soll in mehreren überraschenden Fassungen die Sammlung in neue Zusammenhänge gestellt werden. Michael Müller (geb. 1970 in Ingelheim am Rhein, Deutschland) studierte Bildhauerei bei Magdalena Jetelová an der Kunstakademie Düsseldorf. Von 2015 bis 2018 lehrte er als Professor an der Universität der Künste Berlin (UdK). Er ist Mitbegründer der Kunstsaele in Berlin-Schöneberg und kuratiert dort regelmäßig Ausstellungen.

1. Februar bis 1. Juni 2020
„MC-MyChoice“ Persönliche Highlights aus der Sammlung vorgestellt von Susanne Pfleger:

Es wird weiblich – neben Kunstwerken der international bekannten Künstlerin Andrea Büttner hat die Direktorin Susanne Pfleger weitere Lieblingswerke von drei Künstlerinnen für diese Präsentation ausgewählt. Melanie Manchot, Dunja Evers, Christiane Baumgartner und Andrea Büttner arbeiten auf unterschiedlichste Weise mit den Medien Fotografie, Video und Grafik. Alle Künstlerinnen waren in Gruppenausstellungen oder Einzelpräsentationen in der Städtischen Galerie Wolfsburg bereits zu sehen. Es ist das Ziel unserer Sammlungs- und Ausstellungspolitik, neue, zeitgenössische Positionen aufzuspüren, die größtenteils noch nicht etabliert sind, aber eine künstlerisch eigenständige Bildsprache entwickelt haben. Die Ankäufe erfolgen meist im Jahr des Entstehens und waren für die weitere Laufbahn der Künstlerinnen von Bedeutung. So war beispielsweise Andrea Büttner 2017 für den renommierten Turner-Preis nominiert. Die Ausstellungsreihe „MC-MyChoice“ verfolgt eine andere Herangehensweise als typische Sammlungsausstellungen: Die verschiedensten Personenkreise werden angesprochen und gebeten, ihre ganz persönliche Sicht auf die Sammlung zu erörtern und ihre Lieblingsobjekte zu zeigen. So eröffnen sich in diesen Zusammenstellungen ganz neue, persönliche und spannende Perspektiven auf die Sammlung der Städtischen Galerie Wolfsburg.

11. Juni bis 30. August 2020

MyChoice #2 –Highlights aus der Sammlung vorgestellt von Uta Heine:

Ab dem 11. Juni 2020 stellt im zweiten Teil der Ausstellungsreihe "MC-MyChoice" die Pastorin der Nordstadtgemeinde, Uta Heine, ihre ganz persönlichen Highlights aus der Sammlung der Städtischen Galerie den Besucher*innen des Museums für zeitgenössische Kunst im Schloss Wolfsburg vor. In der Ausstellung sind Arbeiten von Nan Hoover, Hubert Kiecol, Hanna Nitsch, Heidi Specker und Tom Wood vertreten. Ein Projekt der Städtischen Galerie Wolfsburg in Kooperation mit der Nordstadtgemeinde.

6. Februar bis 6. September 2020
Ati Maier „SpaceRider Cycle“ Videoinstallation:

Ati Maiers Arbeitsansatz ist von einer mutigen Interdisziplinarität geprägt. Ihr Werk erstreckt sich nicht nur über die Medien Zeichnung, Malerei, Fotografie und Animation, sondern umfasst ebenso Video und Film. Die 1962 in München geborene Künstlerin studierte in New York und Wien, sie lebt und arbeitet heute in New York. Für ihre Filme hat Ati Maier den Charakter SpaceRider eingeführt. Es handelt sich dabei um eine humanoide Erscheinung, deren Kopf mit einem Helm bedeckt wird. Sie reitet stets auf einem Pferd mit ähnlicher Kopfbedeckung. Seit 2003 taucht diese Figur immer wieder in Maiers Werk auf. In der Einzelausstellung wird die Künstlerin erstmals eine Vier-Kanal-Videoinstallation mit dem von ihr geschaffenen SpaceRider präsentieren und diese damit einem breiten Publikum vorstellen. Der vier Videos umfassende Zyklus ist als raumgreifendes Gesamtwerk aufzufassen und bezieht die besonderen räumlichen Gegebenheiten im Schloss Wolfsburg ein.

Performance “RETRACING THE FIRST MOONWALK” mit Ati Maier im September 2020 im Schlosspark im Rahmen der SpaceRider Reihe. Die Künstlerin reitet dabei auf der Linie des ersten Weges, den die Astronauten der Apollo 11, Neil Armstrong und Buzz Aldrin, auf dem Mond gelaufen sind: Der erste Spacewalk auf dem Mond. Zum Abschluss setzt sie die SpaceRider Fahne.

Kunst-Station im Hauptbahnhof Wolfsburg
29. August 2019 bis 15. März 2020
Sinta Werner "RETURN / ENTER",
Ausstellungseröffnung und Sommerfest am Mittellandkanal am 28. August 2019 um 18 Uhr:

Sinta Werners Kunst spielt mit der Beziehung zwischen Zwei- und Dreidimensionalität, Realität und Abbild, physischer Präsenz und Projektion und der Verzahnung von virtuellem und realem Raum. Die Künstlerin erforscht die Mechanismen der Wahrnehmung durch bewusste Täuschungsmanöver im Raum. Das Spiel mit den Dimensionen, aber auch der Architektur an sich steht bei ihren Installationen im Mittelpunkt. Dabei beschäftigt sie sich in ihren Fotocollagen, Installationen und Skulpturen auch mit der Frage, welchen Einfluss neue Technologien auf unser Gefühl von Räumlichkeit haben. Wo sind wir, wenn wir im Netz sind? Für die KUNST-STATION realisierte Sinta Werner zum ersten Mal eine Wand-Kachelarbeit und auf jeweils einer Seite des Aufenthaltsbereiches befinden sich die Begriffe Return und Enter in pixeliger Kachelästhetik. Das Begriffspaar „Return / Enter“ ist einerseits von der Computertastatur bekannt, kann aber auch synonym für den Vorgang des Reisens gelesen werden: zu einem Ort zurückkehren, einen anderen Ort betreten. Sinta Werner (*1977 in Hattingen) studierte am Goldsmiths College, London, an der Hochschule der Künste, Berlin und an der Universität der Künste, Berlin. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Sie ist mit ihren Ausstellungskonzepten in internationalen Projekten vertreten.
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn und der Neuland Wohnungsgesellschaft.

20. März bis 16. August 2020
Astrid Busch "driven by dreams":

In ihrer Auseinandersetzung mit urbanen Strukturen untersucht Astrid Busch das Spannungsfeld zwischen Atmosphärischem und Architektonischem, stimmungshafter Unbestimmtheit und kompositorisch fest Gebautem. Durch Überlagerung von Film- und Fotomaterial sowie Projektionen schafft sie raumgreifende Installationen, die sie für Ausstellungen auf die jeweilige architektonische Situation bezogen entwickelt. Narrative Referenzen aus Film oder Literatur stehen häufig im Zusammenhang mit bestimmten Orten, deren Geschichte und Architektur die Künstlerin seismographisch einzufangen sucht und in den Material- und Oberflächenwirkungen zum Ausdruck bringt.

Für die KUNST-STATION im Hauptbahnhof hat Astrid Busch in der Auseinandersetzung mit dem besonderen Charakter des Aufenthaltsbereiches und der Autostadt Wolfsburg eine raumgreifende und ortsspezifische Arbeit realisiert. Durch vielschichtige Überlagerungen des vor Ort gesammelten und selbst fotografierten Materials erzeugt sie einen Schwebezustand zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, zwischen Zwei- und Dreidimensionalität sowie zwischen Statik und Bewegung.

Astrid Busch (*1968 in Krefeld) studierte an der Akademie der bildenden Künste Nürnberg und an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. 2003 wurde sie Meisterschülerin bei Prof. Katharina Grosse. Astrid Busch lebt und arbeitet in Berlin und Düsseldorf. Ihre Werke werden in zahlreichen institutionellen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt.

Das nächste Fest am Mittellandkanal mit der Eröffnung einer neuen Ausstellung ist für den 17. September 2020 geplant.

24. Oktober 2020 bis 25. April 2021
Birgit Brenner „Promise Me“
Kunstpreis der Stadt Wolfsburg
„Junge Stadt sieht Junge Kunst“ 2020.
Verleihung und Ausstellungseröffnung am 25. Oktober 2020 im Gartensaal von Schloss Wolfsburg:

Der renommierte Wolfsburger Kunstpreis „Junge Stadt sieht Junge Kunst“ geht 2020 an die Berliner Künstlerin Birgit Brenner. Begleitend zu der Preisvergabe wird in der Städtischen Galerie Wolfsburg eine Einzelausstellung der Künstlerin gezeigt. Zusätzlich gibt es einen Ankauf für die Sammlung der Städtischen Galerie. In ihrer Begründung schreibt die Jury: „Birgit Brenner setzt sich in ihren Arbeiten gesellschaftskritisch mit dem Alltag auseinander. Sie hat eine ganz eigene Bildsprache entwickelt, die sich nicht auf ein Medium beschränkt. In der Gegenüberstellung von analogen und digitalen Sehmustern, von Perfektion und Do-it-yourself, von realem Leben und künstlicher Konstruktion formuliert die Künstlerin Kommentare und Fragen zu aktuell virulenten Themen.“

Birgit Brenner wurde 1964 in Ulm geboren. Sie studierte bei Rebecca Horn an der damaligen Hochschule der Künste Berlin und machte dort 1996 ihren Meisterschülerabschluss. Seit 2007 ist sie Professorin für Installation an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart.

In der Ausstellung im Schloss Wolfsburg zeigt Birgit Brenner drei neue Arbeiten, die während ihres Stipendienaufenthaltes in der Villa Massimo in Rom (September 2019 – Juni 2020) entstanden sind, darunter zwei neue filmische Arbeiten sowie eine Installation. Die in Italien konzipierten Arbeiten erhalten vor dem Hintergrund der CoVid -19 – Pandemie eine besondere Relevanz. Auch wenn die Themen nicht als direkte Reaktion darauf entwickelt wurden, sondern schon vorher gedanklich virulent waren.