Zum 75-jährigen Stadtjubiläum schenkte die Städtische Galerie den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Gästen Wolfsburgs eine neue Präsentation der Sammlung, die sich auf den Aspekt des Feierns bezieht, was zugleich eine Metapher auf den zeitgenössischen Kunstbetrieb als große, unendliche Party darstellt. Unter dem Titel „Wundertüte“ werden bislang selten gezeigte und ganz besondere Arbeiten der Sammlung nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die Wunderliches und Wunderbares miteinander vereinen. Dabei wird eine vielfältige Mischung an Gemälden, Grafiken, Installationen, Videoprojektionen und Skulpturen die „Wundertüte“ auszeichnen, deren genauer Inhalt überraschende Geheimnisse birgt und entdeckt werden kann.

Die Ausstellung nimmt Bezug auf den Kunstmarkt mit allen Höhen und Tiefen. Die große Partystimmung endet immer wieder in großem Katzenjammer. Das Auf und Ab von Höhepunkten und schnellem Vergessen spüren Künstler und Künstlerinnen unmittelbar und beeinflusst sie in ihrem künstlerischen Werdegang.

Diese unterschiedlichen Aspekte können in der Sammlungspräsentation an zahlreichen Arbeiten auf verschiedenste Weise nachvollzogen werden. Und so erfährt nicht nur die Skulptur von Thomas Virnich in Form eines abstrakten Bierkastens aus Holz und Seide eine Verschiebung von Form und Inhalt.

Eine Wiederentdeckung der Kunstrezipienten ist der Künstler Friedrich Schröder-Sonnenstern (1892-1982), der sein Leben lang zwischen Wahn und Wirklichkeit pendelte. Er gehört zu den wichtigsten Vertretern der Outsider Art und dem daran aktuell erwachten Interesse.

Der Aspekt der feierlichen Künstlerstilisierung sowie Selbstkritik findet sich in dem Ölgemälde „Anonymer Triumph“ (1969) von Johannes Grützke. Darauf reflektierend kann der Betrachter sich selbst in Adolf Luthers „Spiegel – Objekt“ (1970) auf neue Weise wahrnehmen. So kommt eine besondere Rolle in dieser Ausstellung der Sinneswahrnehmung zu: Nicht nur Sehen und Staunen, auch Akustik und Kinetik sind hier vertreten mit Christian Megerts Arbeit „Lichtkinetisches Objekt“ (1969) und Peter Vogels kyberne-tischem Objekt, das die Bewegung der Rezipienten in Klang umwandelt.

Schräge und ungewöhnliche Perspektiven vermitteln Arbeiten von Stefan Wewerka, Ati Maier, Hermann Pitz und Lambert Maria Wintersberger. Auch die Werke von Melanie Manchot bieten schräge Ansichten, allerdings auf ganz andere Art und Weise, wenn sie Passanten im Video fragt, ob sie sie küssen würden oder sich küssende Paare dazu äußern sollen, an wen sie gerade wirklich gedacht haben.

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