Westflügel
Die Städtische Galerie präsentiert ihre Dauerausstellung im Westflügel von Schloss Wolfsburg, der denkmalgerecht saniert wurde und im Jahr 2002 feierlich eröffnet werden konnte. Auf zwei Etagen (370 qm) wird unter dem Titel "Bestandsaufnahme" eine Auswahl des Sammlungsbestands gezeigt. Die Räume im Westflügel sind kleinteilig und dienten bis 1942 den Grafen von der Schulenburg als Wohn- und Schlafräume. Ein besonderer Ort ist die "Silberkammer", die zu dem mittelalterlichen Bergfried gehört und ins 14. Jahrhundert datiert wird. Sie dient heute als "black box". Historische Architektur und zeitgenössische Kunst stehen bei jeder Ausstellung im Dialog. Für die Präsentation der Sammlung ist das Schaffen neuer Zusammenhänge, Verbindungen und Fusionen im Vordergrund. So wurde eine heterogene, nicht an Medien orientierte Konstellation erarbeitet, in der sich Installationen, Videoprojektionen, Malerei, Grafik und Skulptur direkt ins Verhältnis setzen lassen. Da der Präsentationsort Westflügel keinen neutralen Ausstellungsraum darstellt, sondern mit Wucht Geschichte und Geschichten in die zeitgenössischen Exponate einschreibt, sind alternative Modelle der Ausstellungsgestaltung unabdingbar.
Im Jahr 2009 feierte die Städtische Galerie Wolfsburg ihr 35-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wurde die Sammlungsausstellung im Westflügel neu präsentiert und es erschien ein Katalog der Neuerwerbungen.
Ab April 2012 wird der Westflügel aufgrund von Sanierungsarbeiten für mehrere Monate geschlossen bleiben.
Bis 1.April 2012
Bestandsaufnahme III
Open Exchange
35 Jahre Städtische Galerie Wolfsburg
Unter dem Titel „open exchange“ zeigt die Städtische Galerie Wolfsburg eine Auswahl der Sammlung. Mit dem Neuarrangement wird keine enzyklopädische Vollständigkeit oder chronologische Ordnung angestrebt. Der Fokus richtet sich vielmehr auf das Kunstwerk und den Betrachter. Beide sollen in einen spannungsreichen Dialog miteinander treten können. Dafür schafft diese Sammlungsausstellung einen Ort. Junges und Altes, Freches und Förmliches spiegeln nicht nur das breite Spektrum der Sammlung wider, sondern können auch das Gegenwärtige und Vergangene gegenseitig befragen und neu beleben. In der Auswahl der sich auf Gegenwartskunst konzentrierenden Sammlung werden Arbeiten von Gerhard Richter, Sigmar Polke, Franz Gertsch, Via Lewandowsky oder Silvia Bächli ebenso zu sehen sein, wie die Werke noch wenig bekannter oder auch wieder entdeckter Künstler wie Harry Kramer oder Günter Fruhtrunk.
Der Titel „open exchange“ referiert somit nicht nur auf den offenen Austausch von Kunstwerk und Kunstbetrachter. Er verweist auch darauf, dass eine Sammlung nicht starr ist, sondern sich stetig weiter entwickelt und permanent verändert. Diesem Prozess der Veränderung wird im Rahmen von kleinen Wechselausstellungen innerhalb der Sammlungsausstellung Rechnung getragen werden. So können die Besucherinnen und Besucher der Städtischen Galerie in regelmäßigen Abständen immer wieder neue Werke aus der Sammlung kennen und schätzen lernen. In der Zusammenarbeit mit jüngsten künstlerischen Positionen soll zudem ein noch intensiverer Austausch mit der Sammlung der Städtischen Galerie Wolfsburg provoziert werden.