Stipendiatin „Abdruck” 2016/2017 der Städtischen Galerie Wolfsburg und der Braunschweigischen Stiftung.

Von der Straße zum Blatt, von der Performance zur Grafik. Wie lässt sich Aktion auf Papier übertragen? Im Rahmen ihres Stipendiums „Abdruck“ in der Städtischen Galerie hat Lucie Mercadal die Stadt Wolfsburg zunächst mit Abbildungen aus Fotoarchiven aus den Jahren des Wirtschaftswunders erkundet. Dieses Bildmaterial wurde dann weiterverwendet, vervielfältigt und durch präzise Eingriffe verändert: Aussparungen, Reliefs, Abdeckungen verbinden die Ästhetik der Wiederholung aus der Grafik mit dem Moment der Einmaligkeit der performativen Aktion. So sehr das Stadtbild Wolfsburgs auch durch eine markante Architektur der Nachkriegszeit geprägt ist, hinterlässt es - nach Ansicht der Künstlerin - bei aller Wiedererkennbarkeit und Modernität doch immer wieder den Eindruck einer abweisenden und anonymen Stadt.

Lucie Mercadal spürt in ihren Arbeiten auf sehr feinfühlige Art und Weise dem großen Versprechen dauerhaften Erfolgs durch wirtschaftliche Stärke hier in Wolfsburg nach. Dabei legt sie die Zweifel und Ängste frei, die jedem Versprechen - unter dem Schein des Utopischen - innewohnen. Damit gelingt es ihr künstlerisch, das unsichtbare Spannungsverhältnis in dem wir uns als Individuen fortwährend befinden, aus dieser Dauer der Zeit zu entreißen und druckgrafisch auf Papier zu bannen.

Das Werkstipendium „Abdruck“ ist eine Kooperation der Braunschweigischen Stiftung mit der Druckwerkstatt in der Städtischen Galerie im Schloss Wolfsburg. Ziel dieser Künstlerförderung ist die Entwicklung neuer, experimenteller Grafikarbeiten sowie weitere Akzente in der Kunstlandschaft im Braunschweigischen Land zu setzen. Es ermöglicht die Arbeit in der Druckwerkstatt im Schloss Wolfsburg unter professioneller Anleitung inklusive der Arbeitsmaterialien. Nun präsentiert Lucie Mercadal die Ergebnisse ihres Aufenthaltes, ergänzt um weitere Arbeiten als Performance-Künstlerin.

Lucie Mercadal wurde 1987 in Besançon/Frankreich geboren und studierte von 2005 bis 2010 an der Ecole Nationale Supérieure d’Art de Dijon, sowie von 2011 bis 2013 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig als Meisterschülerin von Corinna Schnitt. Ihre Performance- und Videoarbeiten wurden bereits in zahlreichen Festivals und Ausstellungen u. a. in Frankreich, Deutschland, Polen, Japan und Kanada gezeigt.

Termine

  • 14. Februar 2018 13.00 Uhr
    Pressetermin
  • 16. Februar 2018 18.00 Uhr
    Ausstellungseröffnung
  • 27. Februar 2018 18.00 Uhr
    Zusammendenken

    Gespräch mit der Künstlerin, Gästen und Interessierten über die (neuen) Bedingungen für kreatives Schaffen an den Schnittstellen von Technik, Wissenschaft und Kunst.

Presse

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