Die Ausstellung gibt einen Überblick über Projekte des Künstlers Andreas M. Kaufmann und steht in Zusammenhang mit einer Projektion im Außenraum am Nordflügel von Schloß Wolfsburg während der Sommermonate. Anfang der achtziger Jahre beschäftigte sich Kaufmann zunächst mit Filmprojektionen, später folgten Diaprojektionen und seit 1992 gewinnt die Beschäftigung mit Video und Videoprojektionen zunehmend an Bedeutung. In der Ausstellung der Städtischen Galerie Wolfsburg werden sowohl ältere Arbeiten als auch eigens für den Ort konzipierte neue Eingriffe präsentiert. Alle gezeigten Arbeiten weisen einen direkten oder indirekten Bezug zur öffentlichen Sphäre auf und thematisieren die Beziehung von privat und öffentlich, von innen und außen. "Zentrale Begriffe, die meine Arbeit einkreisen, sind Zeit, Raum, Bild, Anamorphose, Öffentlichkeit, Berührbarkeit und Unberührbarkeit. Formal bilden hier Projektionen einen Schwerpunkt. Mit ihren Implikationen von Perspektive, Verzerrung und Fragment kommen sie dem grundsätzlichen Interesse meiner Kunst an der Wahrnehmung und am Menschen als Bilder erkennenden und Bilder erzeugenden Wesen entgegen. In diesem Zusammenhang habe ich auch oft auf öffentlich zugängliche Bilder, also öffentliche Bilder, zurückgegriffen. Dementsprechend drängte es mich zunehmend, mit Projektionen im Stadträumen zu intervenieren. Seitdem bildet das Nachdenken über die öffentliche Sphäre einen Schwerpunkt in meiner künstlerischen Arbeit. Dabei interessierten und interessieren mich zunehmend auch andere Formen der Intervention als die mit Projektionen." (Andreas M. Kaufmann) Andreas M. Kaufmann wurde 1961 in Zürich geboren. Er studierte an der Kunstakademie Münster, war Meisterschüler von Paul Isenrath und belegte das Fach Fotografisches Design an der Fachhochschule Dortmund. Seit 1998 arbeitet Kaufmann als Assistent an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, seine Arbeiten werden in Ausstellung im In- und Ausland präsentiert. Andreas M. Kaufmann lebt und arbeitet in Köln und Stuttgart. Begleitend zur Ausstellung entsteht ein Katalog mit Textbeiträgen von Montse Badia, Uta M. Reindl, Jan Winkelmann und Siegfried Zielinski sowie zahlreichen Farbabbildungen der Werke in der Ausstellung und darüber hinaus neueren, noch nicht publizierten Arbeiten. Projektion im Außenraum von Andreas M. Kaufmann Kopfschütteln & Rausgucken Die Videoprojektion ist bis zum 23. Juli täglich von 19 Uhr bis 2 Uhr auf der Nordfassade von Schloss Wolfsburg zu sehen.