Mit der Ausstellung von Joachim Grommek stellt die Städtische Galerie Wolfsburg eine interessante und außergewöhnliche Position aktueller Malerei vor.

Joachim Grommek, der 1957 in Wolfsburg geboren wurde, erhielt seine Ausbildung an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Der heute in Berlin lebende Künstler verfolgt seit Beginn seiner Laufbahn eine malerische Strategie, die mit Illusion und Reflektion spielt. Der Betrachter wird an den äußersten Punkt der Sinnestäuschung geleitet um festzustellen, dass das, was er für einen Gegenstand hält, tatsächlich nur die Darstellung desselben ist. Grommeks Arbeiten befinden sich somit in einer Art Schwebezustand zwischen Bild und Abbild. Sie treffen sowohl Aussagen über das Medium Malerei an sich, als auch über den Status von Bildern allgemein als sinnliches Medium der Erkenntnis.

In den in der Ausstellung präsentierten geometrisch-abstrakten Arbeiten entwickelt Joachim Grommek klare Kompositionen minimalistischer Art, die zunächst ungegenständlich erscheinen. Der Betrachter nimmt exakt abgegrenzte Farbflächen in Form von Streifen bunten Klebebands auf dem schlichten Bildträger Spanplatte wahr. Trotz der geordneten Klarheit wirkt der unfertig anmutende Zustand der Arbeiten sehr anziehend und fordert ein genaues Hinsehen.

Erst dann können die sichtbar erscheinenden Partien einer Spanplatte und die vermeintlichen Klebestreifen als „wahre Illusion“, wie Grommek sie nennt, identifiziert werden. Er verwendet ockerfarbene Spanplatten, streicht sie weiß und bemalt die weiße Fläche exakt so, wie die Oberfläche der Spanplatte aussah. Ebenso verfährt er mit den Klebestreifen. Die mehrfach präzise aufgetragenen Lackschichten liefern die perfekte Illusion sich überlappender Klebebänder. So wird die eigene Materialität des Bildes zum Gegenstand der Malerei. Grommeks Arbeiten sind geprägt von der Idee der „authentischen Fälschung“. Diese Thematik beschäftigt zahlreiche nationale und internationale Künstler, weshalb Grommeks Bedeutung für die Kunst weit über den Ausstellungsort hinausgeht.

Für die Räume der Städtischen Galerie Wolfsburg wird der Künstler eigens eine Installation entwerfen, die auf die besondere Situation im Schloss Wolfsburg eingeht.

Die Ausstellung in der Städtischen Galerie Wolfsburg ist - nach zahlreichen Projekten in Kunstvereinen und Galerien - die erste Einzelausstellung des Künstlers in einem Museum.

Während der Ausstellung in der Städtischen Galerie Wolfsburg ist der Katalog "Joachim Grommek - Ohne Eichhörnchengrün" zum Sonderpreis von 25,00 € erhältlich.

Die Ausstellung wird von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung in Kooperation mit der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg unterstützt.

Termine

  • 19. März 2011 18.00 Uhr
    Ausstellungseröffnung

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