Feierliche Übergabe des Kunstpreises und Eröffnung der Ausstellung am 9. Juli um 18 Uhr im Schloss Wolfsburg

Jörg Herold Wolfsburger Skizzen Reisebeschreibungen eines Dokumentararchäologen

Jörg Herold ist diesjähriger Preisträger des Wolfsburger Kunstpreises "Junge Stadt sieht Junge Kunst". In diesem Zusammenhang widmet die Städtische Galerie Wolfsburg dem 1965 in Leipzig geborenen Künstler eine Einzelausstellung. Jörg Herold wurde durch seine Beteiligungen an der Biennale in Venedig und an der Documenta X international bekannt. Er hat sich früh für einen künstlerischen Weg entschieden, der abseits allgemeiner Kunstströmungen liegt und konsequent auf die Mitarbeit des Betrachters setzt. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit dem Themenkreis "Memoria" und sind Aufforderungen zur Reflexion über den Umgang mit Vergangenheit. Für die Wolfsburger Ausstellung wollte Jörg Herold eine ortsbezogene Arbeit realisieren. Ihn interessierte die Geschichte dieser Stadt, entstanden auf dem Reißbrett in der Zeit des Nationalsozialismus.

Das Projekt entstand in unmittelbarem Kontakt mit den Bewohnern Wolfsburgs. Sie wurden aufgerufen, ihre Wohnung dem Dokumentararchäologen für seine Recherchen zur Verfügung zu stellen. Die Resonanz war groß, die Auswahl reichte von verschiedensten Privatwohnungen aus den 50er bis 70er Jahren bis hin zu einer Museumswohnung der Neuland GmbH – alles Wohnungen der Planstadt Wolfsburg. Jörg Herold hat vor Ort Fakten gesammelt, Grundrisse abgenommen, inventarisiert und intensive Gespräche geführt. Mit künstlerischen Möglichkeiten verdichtet er die Inhalte des recherchierten Materials und zeigt die Signifikanten als Piktrogramme. So sind in der Wolfsburger Ausstellung als sichtbare Teile des Projektes Nachbauten der Wohnungsgrundrisse zu sehen. Diese werden zum Teil als begehbare Skulpturen im Originalmaßstab rekonstruiert. Dazu präsentiert der Künstler jeweils einen charakteristischen Originalgegenstand des Wohnungsbesitzers. Darüber hinaus werden von Jörg Herold bearbeitete Fotos präsentiert. Zur Ausstellung erscheint im September ein Künstlerbuch im Hatje Cantz Verlag, in dem auch der Dialog mit Dr. Klaus-Jörg Siegfried dokumentiert ist. Neben dem aktuellen Wolfsburger Projekt werden neun weitere aus den Jahren 2000 bis 2005 vorgestellt. Das Buch gibt einen Einblick in die spannenden Recherchen des Dokumentararchäologen Jörg Herold.

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