Eröffnung der Ausstellung am 19. Mai um 18 Uhr

In Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut zeigt die Städtische Galerie Wolfsburg eine Retrospektive des Fotografen Guido Guidi. Es handelt sich um die erste deutsche Einzelausstellung des 1941 in Cesena geborenen Künstlers, der eine Schlüsselposition in der italienischen Fotografie einnimmt.

Seit über 30 Jahren erforscht Guido Guidi die Veränderung der Landschaft in den Randzonen. Mit der Großbildkamera dokumentiert er die Anonymität der von Menschen geschaffenen Umwelt und ist dabei unerbittlich im Schauen und Darstellen. Seine spannenden topografischen Dokumentationen und Recherchen decken sowohl sichtbare ortsbezogene als auch unsichtbar mentale Veränderungen auf, wobei die aus dem Kontext herausgeschnittenen Räume und Orte über sich hinaus und auf etwas Allgemeines verweisen.

Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl von über 100 Schwarzweißfotografien und Farbfotografien von 1971 bis heute. Die einzelnen Werkgruppen umfassen Architektur und Landschaft, Stadt- und Straßenansichten sowie Innenräume. Ausgehend von den frühen Arbeiten in Schwarzweiß der 70er Jahre, die sich auf Häuser und Fassaden am Weg konzentrieren, stellt die Ausstellung insgesamt fünf Projekte vor.

In den Serien "Graz" und "Rimini Nord" thematisiert der Fotograf und Städteplaner Guido Guidi eindrucksvoll den Strukturwandel der post-industriellen Peripherie.

Das Projekt "In Between Cities" reflektiert dagegen die Phänomene des Wandels unserer Städte im Rahmen einer Reise von Kalinigrad nach Santiago di Compostella, die Guido Guidi zusammen mit Marco Venturi zwischen August 1993 und Mai 1996 in fünf Etappen durchführte. "Es gibt eine Beschäftigung, derer ich nicht müde werde", sagt Guido Guidi, "Schauen", und so laden seine Fotografien ein, die Welt, in der wir leben, etwas genauer anzuschauen und über die Eingriffe in die Landschaft nachzudenken.

Der Künstler lehrt an der Kunstakademie Ravenna und ist Dozent am Istituto Universitario di Archittetura in Venedig. Seine Arbeiten wurden unter anderem in Fotoausstellungen im Guggenheim Museum New York, im Centre Pompidou in Paris und auf der Biennale in Venedig gezeigt.

Wir danken der Niedersächsischen Lottostiftung für die freundliche Unterstützung der Ausstellung.