Das Langzeitprojekt DELETHE wurde 2012 als Projekt des Künstlers Nik Nowak, des Rechtsanwalts Philipp Brandt und des Kurators Peter Lang (✝) gegründet. DELETHE befasst sich mit der Frage nach dem Umgang und der Löschung von Daten nach dem Tod. Das Projekt ist Forum, Selbstversuch und Service zugleich und möchte den aktuellen Stand der Rechtslage mit der praktischen Umsetzbarkeit von Löschung persönlicher Daten nach dem Tod abgleichen. Mit dem Tod eines Menschen ergeben sich persönliche und rechtliche Fragen zum Umgang mit den Daten in der virtuellen Realität. Profile in den sozialen Netzwerken, Avatare, Accounts bestehen weiter. Wem gehören die Daten nach dem Ableben, gibt es einen Rechtsanspruch auf Löschung und was bedeutet der Kontrollverlust über die Daten? Gibt es ein Recht auf das Vergessenwerden?

Nik Nowak ist Künstler, Musiker und Kurator. Seine medienübergreifende künstlerische Arbeit befasst sich häufig mit der Wirkung von Sound, so wie mit der Rolle von Soundsystemen als kulturelle Transmitter oder akustische Waffen. Soundobjekte wie „Mobile Booster“, „Panzer“ und die „Echodrohnen“ verschafften ihm weltweite Aufmerksamkeit. Neben seiner Ausstellungstätigkeit geht er dem Phänomen der mobilen Soundsysteme seit Jahren auch wissenschaftlich nach und hält Vorträge zu diesem Thema. Außerdem tritt er regelmäßig mit Live- und DJ-Sets alleine oder mit seiner Band Schockglatze als Musiker auf. Nowak studierte von 2002 bis 2007 Kunst an der Universität der Künste, Berlin, war Meisterschüler von Prof. Lothar Baumgarten und besuchte 2007 die Bildhauerklasse von Xiang Jing an der Shanghai Normal University. 2007 wurde ihm das Georg-Meistermann-Stipendium verliehen. 2014 kuratierte er in Zusammenarbeit mit dem Museum Marta die internationale Ausstellung „BOOSTER Kunst Sound Maschine“ und wurde mit dem Gasag Kunstpreis ausgezeichnet, der herausragende künstlerische Position an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technik ehrt.

Die Ausstellungsreihe "Mensch Macht Maschine" widmet sich dem Spannungsverhältnis zwischen Mensch und Maschine. Am Beispiel ausgewählter zeitgenössischer künstlerischer Positionen sollen unterschiedliche sinnliche wie auch intellektuelle Zugänge für eine produktive und konstruktive Auseinandersetzung mit dem Hyperphänomen der „Automatisierung/Digitalisierung“ in unserer heutigen Zeit ermöglicht werden. In diesem Kontext werden Kunstwerke präsentiert, die eigens für diese Präsentation von den Künstlerinnen und Künstlern geschaffen und damit erstmals einem größeren Publikum vorgestellt werden.

Die Auswahl der Werke fokussiert sich nicht auf „Maschinenkunst“, sondern zielt durch den Einsatz unterschiedlicher künstlerischer Medien und mithilfe verschiedener technischer Medien auf Themen, die das komplexe Verhältnis zwischen Mensch und Maschine beleuchten, untersuchen und vorstellen.

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, dem Lüneburgischen Landschaftsverband, dem Verein jugend in der galerie e.V. sowie dem Hallenbad – Kultur am Schachtweg.

Termine

  • 25. Juni 2019 18.00 Uhr
    Ausstellungseröffnung

    Mit dem Langzeitprojekt DELETHE von Nik Nowak wird der zweite Teil der Ausstellungsreihe "Mensch Macht Maschine" präsentiert.

  • 06. September 2019 18.00 Uhr
    Künstlergespräch mit Nik Nowak in DELETHE

    Im Anschluss um 20 Uhr Filmvorführung im Hallenbad – Kultur am Schachtweg "War of Art" mit Nik Nowak

  • 06. September 2019 20.00 Uhr
    Filmvorführung "War of Art" mit Nik Nowak im Hallenbad - Kultur am Schachtweg

    Im Anschluss an das Künstlergespräch in der Ausstellung DELETHE gibt es die Filmvorführung im Hallenbad – Kultur am Schachtweg "War of Art" (deutsche Untertitel)

    Direktor: Tom Gulliksen

    Kamera: Sven-Erling Brusletto

    Schnitt: Uwe Klimmeck

    Musik: Kjetil Røst Nilsen, Takumi Motokawa, Frank Zerban, Nik Nowak

    Design: Kristian Pedersen, Jean Valnoir

    Produktion: Andreas Gutzeit, Linn Aronsen, Eirin O. Høgetveit, Benedikte Danielsen

    mit: Morten Traavik, Henrik Placht, Nik Nowak, Jean Valnoir, Quentin Shih, Cathie Boyd.

    Premiere war am 6. Juni 2019 in Berlin

    Dokumentation | DE / NOR 2019 | 106 min. | FSK 0 | Regie: Tommy Gulliksen

    Im Frühjahr 2016 reisen 10 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt nach Pjöngjang in Nordkorea. Zehn Tage lang zeigen sie nordkoreanischen Künstlern ihre umstrittenste Kunst. Dieses Projekt könnte ein bahnbrechender Schritt zur Eröffnung eines kulturellen Austauschs mit der Außenwelt sein oder aber als Propagandainstrument durch die Behörden genutzt werden. Jedoch besteht die Hoffnung, dass die Künstler und Künstlerinnen als "trojanisches Pferd" in einer Gesellschaft ohne Rebellion agieren können. Sicher aber bietet dieser Film eine einzigartige Perspektive auf die nordkoreanische Kultur. Nik Nowak, der zurzeit in der Städtischen Galerie ausstellt, war einer der Protagonisten und wird nach dem Film für ein Publikumsgespräch zur Verfügung stehen.

Presse

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Telefon: +49.5361.281017

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