Finissage am 15. Januar 2006 um 15 Uhr mit der Aufführung eines Rap zum Thema "Romeo und Julia"

Publikumsführung am 10. Januar 2006 um 18 Uhr mit anschließender Vorstellung des Bildhauerseminar um 19 Uhr.

Emil Cimiotti zählt zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern der Nachkriegsjahrzehnte. Bereits 1958 und 1960 war der Künstler auf der Biennale in Venedig vertreten, 1959 und 1963 auf der documenta in Kassel. Als einziger Künstler erhielt er den renommierten Kunstpreis "junger westen" gleich zwei Mal - einmal für Bildhauerei im Jahr 1957 und das andere Mal für Handzeichnung 1959. Die Städtische Galerie Wolfsburg ehrt mit dieser Retrospektive nicht nur einen Bildhauer von internationalem Rang, sondern auch einen künstlerischen Lehrer, der seit seinem Ruf 1963 auf den Lehrstuhl für Bildhauerei an der neugegründeten Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig das kulturelle Leben in Niedersachsen engagiert begleitet und geprägt hat.

1927 in Göttingen geboren, ist Emil Cimiotti Angehöriger einer Künstlergeneration, die - bedingt durch die Unterbrechung des 2. Weltkriegs - während ihrer Ausbildung die Entwicklungsstufen der Skulptur des 20. Jahrhunderts in kürzester Zeit nachvollziehen musste. So sind es weniger seine Lehrer an der Akademie in Stuttgart, die den jungen Kunststudenten beeinflussen, als vielmehr die in Paris tätigen Bildhauer der internationalen Avantgarde. Insbesondere die Arbeiten von Constantin Brancusi, Alberto Giacometti und Henri Laurens lassen Cimiotti begreifen, "was eine Plastik ist - jenseits aller Themen und ganz unspektakulär" wie er selbst in seinem Tagebuch notieren sollte: "Bloße Volumen, die sich im Raum behaupten."

Die Ausstellung zeigt 20 Plastiken aus vier Jahrzehnten, die in der direkten Gegenüberstellung Übergänge sowie prozesshafte Wandlungen im OEuvre äußerst spannend nachvollziehen lassen und eindruckvoll den inneren Zusammenhalt der verschiedenen Arbeiten dokumentieren.

Ungefähr 40 Zeichnungen ergänzen die Präsentation. Im Gegensatz zu den Werkskizzen sind die ausgestellten Zeichnungen autonome, vom bildhauerischen Schaffen unabhängige, gleichwohl mit den Ideen der Plastik korrespondierende Werke. "Für Themen, die ich plastisch bearbeitet habe, finde ich meistens auch zeichnerische Lösungen. Für Themen, die ich gezeichnet habe, gibt es aber durchaus nicht immer plastische Parallelen: es geht also nie um Ableitung oder Umsetzung. Räumliche Vorstellungen wollen autonom erfunden sein." In beiden Gattungen beschäftigt den Künstler das übergeordnete Thema Struktur, das sich wie ein Leitfaden durch sein gesamtes OEuvre zieht und von ihm bis heute konsequent weiterentwickelt wird.

Wir danken für die freundliche Unterstützung:

* Niedersächsische Lottostiftung
* Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
* jugend in der galerie e.V.
* Volksbank eG Braunschweig-Wolfsburg
* Die AG Kunst der Braunschweigischen Landschaft e.V. bietet zu dieser Ausstellung viele spannende Veranstaltungen an.

Ziel des Angebotes ist es, Neugierde zu wecken und die Kreativität zu fördern. Dazu gehört auch ein spezielles Angebot für Blinde und Sehbehinderte. Ausgewählte Kunstwerke Emil Cimiottis werden in Führungen vorgestellt und können ertastet werden. Da die Ausstellung allerdings nicht als Ausstellung für Blinde und Sehbehinderte konzipiert ist, kann leider keine ausgewiesene Wegführung angeboten werden. Gruppengröße: max. 5 Blinde/Sehbehinderte und 5-10 Begleitpersonen Dauer: 1 ½ bis 2 Stunden

Anmeldung unbedingt erforderlich! Telefon 0 53 61 - 82 85 17 In Zusammenarbeit mit dem Geschäftsbereich Soziales und Gesundheit der Stadt Wolfsburg.

Vortrag "Emil Cimiotti - Zeichnerisches und plastisches Werk" Dr. Christoph Zuschlag, Heidelberg 11. September um 11.15 Uhr (im Rahmen der Eröffnung)

Erlebnisführung "Das Informel und die Plastik" Bernd Schulz, Künstler 29. November um 18 Uhr

Workshops Im Rahmen eines Bildhauerseminars werden mehrwöchige Kurse zum Zeichnen und plastischen Gestalten sowie Atelierbesuche angeboten. Informationen erhalten Sie unter Tel. 0 53 61 - 82 85 17, Termine nach Vereinbarung. Im Zusammenarbeit mit dem Geschäftsbereich Jugend der Stadt Wolfsburg.

Presse

Detaillierte Informationen zu der Ausstellung stehen Ihnen im Pressebereich auf dieser Seite zur Verfügung. Sollten Sie Fragen zu dieser Ausstellung haben, helfen wir Ihnen gerne weiter.
Telefon: +49.5361.281017

Presse

Zu dieser Ausstellung gibt es hier für Medienvertreter/innen die gesammelten Presseinformationen zum Download.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
– Download (Dokument: , 0kb)