Jahresprogramm 2013

19. Oktober 2012

Stand vom 16. 02. 2013 (Änderungen und Irrtümer möglich)

9. März bis 27. Oktober 2013
Max Regenberg
„Der Gebrauch der Landschaft“ Fotografie
Eröffnung am 9. März um 18 Uhr

Die Städtische Galerie Wolfsburg widmet dem Kölner Fotografen Max Regenberg eine umfangreiche Ausstellung. Der 1951 in Bremerhaven geborene Regenberg zählt zu den interessantesten Vertretern der Dokumentarfotografie, doch wurden seine Aufnahmen bisher noch wenig präsentiert. Dieses Projekt will das wichtige OEuvre erstmals in einer großen Museumsschau vorstellen. Seit den 1970er Jahren fotografiert Regenberg Großflächenplakate im öffentlichen Stadtraum. Ihn interessieren dabei vor allem die zufälligen Konstellationen von Architektur, Plakatinhalt und Umgebung, da diese seiner Ansicht nach Auskunft über die Zeit geben, in der die Aufnahmen entstanden sind. Sie sind gleichzeitig Zeitzeugen und Gedächtnisspeicher und zeigen das kulturelle und politische Bewusstsein der Gesellschaft.

9. April bis 4. August 2013
Wolfgang Ellenrieder "HYBRID" Malerei und Grafik
Eröffnung am 9. April um 18 Uhr (im Anschluss um 20 Uhr Eröffnung der Ausstellung in der HBK Braunschweig)

Seit 2009 stellt die Städtische Galerie Wolfsburg im jährlichen Rhythmus das künstlerische Werk einer Professorin oder eines Professors des Studiengangs Freie Kunst der HBK Braunschweig aus. Mit dieser Ausstellungsreihe bieten wir den Lehrenden der Freien Kunst an der Braunschweiger Hochschule ein angemessenes Forum in unserer Region. Als fester institutioneller Partner der HBK tragen wir mit diesem Engagement zur Verbesserung des unmittelbaren Verständnisses für das zeitgenössische künstlerische Schaffen, zur Identifikation mit der Kunst in der Region wie auch zur besseren regionalen Vernetzung der Kunstschaffenden bei. In der Städtischen Galerie Wolfsburg wird der Fokus auf „Raumstrukturen“ gerichtet sein. Die Besonderheit des historischen Ortes im Vergleich zur modernen Architektur der Hochschule bildet hierbei einen besonderen Spannungsbogen und verspricht eine interessante Zusammenschau der Werke des in München lebenden Künstlers. Für Wolfsburg wird Ellenrieder Arbeiten realisieren, die die Besonderheit des historischen Ortes reflektieren, indem er sowohl auf die architektonischen Binnenraumstruktur, wie auch auf die Oberflächenstrukturen der ehemaligen Wohnräume der Grafen eingehen wird. Die freigelegten Deckenmalereien ebenso wie die Tapetenstrukturen werden in unterschiedlichste künstlerische Medien u.a. auch die Druckgrafik transponiert werden. Wichtige Bezugspunkte sind unter anderem Wahrnehmung von Oberfläche im Vergleich zum Bildraum oder Formfindung durch Übernahme vorgefundener Strukturen. Wolfgang Ellenrieder (*1959 in München) lehrt seit 2010 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.

Am 9. April wird um 20 Uhr eine weitere Ausstellung von Wolfgang Ellenrieder in der Galerie der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig eröffnet.

Zu den beiden Ausstellungseröffnungen gibt es einen kostenlosen Bustransfer zwischen Wolfsburg und Braunschweig. Mit freundlicher Unterstützung der Wolfsburg AG.

13. April bis 24. November 2013
Tal R „Sailaway“ Zeichnungen und Installationen
Eröffnung am 13. April um 18 Uhr

Anlass für die Ausstellung ist eine Polarexpedition, die Tal R im Jahr 2011 auf Einladung der dänischen Akademie unternommen hat. Mit ihm zusammen waren weitere Künstler wie Daniel Richter oder Per Kirkeby sowie Geologen, Archäologen und Permaforscher auf der langen Reise unterwegs. Während die Wissenschaftler nach frühen Kulturen suchten oder Bohrungen vornahmen, setzten sich die Künstler frei mit der Situation der Reise auseinander. Tal R hat die meiste Zeit der Reise an Deck gezeichnet. Er beschäftigte sich mit der Landschaft, die durch das Fahren des Schiffes in Bewegung war und sich ständig veränderte. So können die jeweils geschauten Motive immer nur der Anlass einer Zeichnung sein. Tal R berichtet, dass stellenweise so starker Nebel herrschte, dass gar kein Ausblick möglich war, dennoch zeichnete er weiter Landschaften. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl von Zeichnungen aus dem großen Konvolut der auf dieser Reise entstandenen Blätter. Die Auswahl hat Tal R selbst getroffen. Es ist sein großer Wunsch, dass das Ergebnis der Reise als ein Werkblock präsentiert wird. Der Werkzyklus dokumentiert eindrücklich die künstlerische Umsetzung einer interdisziplinären Expedition und regt den Betrachter an, sich mit Fragestellungen auseinander zu setzen, die über die rein künstlerische Anschauung hinausgehen und Aspekte unserer Wahrnehmung der Natur oder auch Probleme des Klimawandels ansprechen. Der 1967 in Tel Aviv als Tal Rosenzweig geborene und in Kopenhagen lebende Künstler ist Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie. Er ist mit zahlreichen Arbeiten in der Sammlung der Städtischen Galerie Wolfsburg vertreten.

20. August 2013
Bernhard Martin „Ode an die Vergesslichkeit“ Skulptur und Irrgarten im Schlosspark

Im Park von Schloss Wolfsburg entsteht eine Skulptur, die Jung und Alt gleichermaßen ansprechen soll. Schloss Wolfsburg wird von einem englischen Landschaftspark im Osten sowie einem Barockgarten auf der Nordseite umgeben. In den Parkanlagen verbinden sich traditionellerweise Natur und Kunst. Für die Ausführung der Skulptur konnte der bekannte Künstler Bernhard Martin (*1966 in Hannover) gewonnen werden, der im Jahr 2008 mit dem Kunstpreis der Stadt Wolfsburg ausgezeichnet wurde und der mit mehreren Werken in der Sammlung der Städtischen Galerie Wolfsburg vertreten ist. Er hat eine Gartenlaube entworfen, die in die Erde versunken scheint, gerade das Dach lugt noch heraus. Keck wächst aus dem Dach ein Ast, der gekrönt wird von einem unerwarteten Element, einem modischen Schuh. Und um diese surreal anmutende Skulptur herum wird ein kleines Labyrinth angelegt, bestehend aus unterschiedlichen Heckengewächsen.

12. September bis 31. Dezember 2013
Joachim W. Danyel zur Phaenomenale „Jeder Mensch ist ein Erfinder“ Der Künstler ist ein Tüftler und Erfinder: Für die Ausstellung zur diesjährigen phaenomenale wird er Ergebnisse seiner Obstexperimente präsentieren. Sie stehen im Dialog mit der Arbeit „Die Flamme der Revolution, liegend (in Wolfsburg)“ von Olaf Nicolai. Bei Joachim W. Danyel bilden Experiment und Humor das Herzstück seiner Kunst. Und so wird seine poetische Installation „Spinning“ zu einer ganz neuen Sinneserfahrung, die eine Idee davon gibt, welch unterschiedliche und geheimnisvolle Formen eine Apfelsinenschale annehmen kann.

17. September 2013 um 19 Uhr
Ausstellungseröffnungen zum 75-jährigen Stadtjubiläum Wolfsburg:

17. September 2013 bis 30. März 2014
„Wundertüte“ Bestandsaufnahme IV - Präsentation der Sammlung im Westflügel

Zum 75-jährigen Stadtjubiläum schenkt die Städtische Galerie den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Gästen Wolfsburgs eine ganz neue Präsentation der Sammlung, die sich auf den Aspekt des Feierns bezieht, was zugleich eine Metapher auf den zeitgenössischen Kunstbetrieb als große, unendliche Party darstellt. Unter dem Titel „Wundertüte“ werden bislang selten gezeigte und ganz besondere Arbeiten der Sammlung nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die Wunderliches und Wunderbares miteinander vereinen. Dabei wird eine vielfältige Mischung an Gemälden, Grafiken, Installationen, Videoprojektionen und Skulpturen die Wundertüte auszeichnen, deren genauer Inhalt noch überraschende Geheimnisse birgt.

und

17. September 2013 bis 26. Januar 2014 "Die Quadratur des Kreises" - 10 Jahre Partnerschaft Sharjah

Anlass für die geplante Ausstellung ist das zehnjährige Jubiläum eines lebendigen interkulturellen Austauschs auf Augenhöhe zwischen dem Emirat Sharjah und der Stadt Wolfsburg. Wie Wolfsburg, das im Jahr 2013 seinen 75. Stadtgründungstag feiert, ist Sharjah ein noch junges Gemeinwesen. Das Emirat, welches als einziges sowohl am Persischen als auch am Golf von Oman liegt, wurde seit der Entdeckung der Ölvorkommen eine Welt der Kontraste, der Widersprüche, aber auch der Superlative. Mitten in der Wüste entstanden Straßennetze, Wohnviertel und Hochhäuser in einem atemberaubenden Tempo. Auf diese radikalen Umbrüche und die damit verbundenen gesellschaftlichen Phänomene reagieren die Künstler. Der Ausstellungstitel bezieht sich auf das unmöglich erscheinende Unterfangen, den Spagat zwischen Tradition und Moderne in Überschallgeschwindigkeit zu meistern, spielt aber zugleich auf die orientalischen Wurzeln der Mathematik an.

  • Samstag, 09. März, 18.00 Uhr
    „Eröffnung Max Regenberg "Der Gebrauch der Landschaft"“
  • Dienstag, 09. April, 18.00 Uhr
    „Eröffnung Wolfgang Ellenrieder“
  • Samstag, 13. April, 18.00 Uhr
    „Eröffnung Tal R "Sailaway"“